Wie alles Begann
Milo
Wir hatten eigentlich gar nicht vor, unseren Rüden zur Zucht zuzulassen. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt….Als wir Milo von seinem Züchter Heinz Szobries im Alter von 14 Wochen abgeholt haben kam gleich die Frage nach einer späteren Zuchtverwendung. Das haben wir erst mal ganz weit nach hinten geschoben. Wir wollten ja erst abwarten, wie sich unser neues Familienmitglied entwickelt.
Als wir immer öfter angesprochen wurden, ob Milo schon zur Zucht zugelassen ist, kamen wir dann doch langsam ins Grübeln. Den Ausschlag gab ein Besuch im Hundesalon „Geliebte Schnauzen“ bei Heike und Dieter Asendorf in Eddesse (langjährige Elo®-Züchter „von der Eulenstadt“). Heike sollte Milo von seiner Unterwolle befreien. Einmal im Jahr, wenn der Fellwechsel von Winter- auf Sommerfell ansteht, besuche ich mit Milo Heike`s Salon. Ein Profi hat ja doch eine ganz andere Technik drauf als der Laie. Das ganze Auskämmen inkl. Pfötchenpflege dauert immer ca. 1 bis 1,5 Stunden (aus den Haaren könnte man glatt einen neuen Elo® stricken). Milo war wieder total entspannt, hat sich freiwillig gedreht, damit Heike auch überall ran kam. Zwischendurch hat er sich dann auf dem Tisch hingelegt. Sogar die Schermaschine zum Ausrasieren der Zehenzwischenräume hat ihn nicht gestört. Es hat nur ab und zu gekitzelt. Und dann kam von Heike die Frage: „Ist Milo schon zur Zucht zugelassen? Der ist ja so was von cool und ausgeglichen.“. Nachdem Milo fertig gekämmt war, gab es für uns dann noch ein Käffchen. Als Dieter dazu kam hat Heike ihm gleich vorgeschwärmt, wie entspannt Milo gewesen ist. Dieter hat dann unseren Kleinen ganz genau angeschaut und dann kam die Frage aller Fragen: „Und - ist Milo schon Deckrüde?“Wieder zu Hause haben wir dann hin und her überlegt und dann doch entschieden, das Abenteuer „Deckrüde“ zu wagen.
Bis dahin sind natürlich einige Auflagen vom Verein zu erfüllen. Als erstes haben wir die medizinischen Untersuchungen in Angriff genommen. Bei Dr. Koch in Oerzen haben wir die Augenuntersuchung inkl. Gonioskopie sowie das HD-Röntgen und die Patella-Untersuchung vornehmen lassen. Milo`s Züchter hat uns dann vorgeschlagen, Milo in der Testanlage seiner Zuchtstätte vorab auf seinen Jagdtrieb zu testen. Wir hatten Herrn Szobries nämlich im Vorfeld berichtet, dass Milo bislang keinerlei Interesse an freilaufenden Rehen oder Kaninchen gezeigt hatte (ich glaube, Herr Szobries hat sich bestimmt gedacht, die können mir ja viel erzählen). Bei der Testanlage handelt es sich um ein etwa 80 Meter langes und bis zu 8 Meter breites Gehege, in dem Kaninchen frei umher laufen und jede Menge Rückzugsmöglichkeiten haben. Während der Beurteilung werden die Kaninchen ermuntert durch ihr Gehege zu laufen. An dem Verhalten des Hundes, der sich in einem Nebengehege befindet, kann man dann sehen, ob er beim Anblick eines weglaufenden Kaninchen in Erregung gerät oder nur neugieriges Interesse zeigt. Elo®-Hunde, bei denen kein Jagdtrieb zu erkennen ist, werden zwecks weiterer Beurteilung angeleint in das Testgehege geführt, um ihr weiteres Verhalten an weglaufenden Kaninchen zu beobachten.
Und nun zu unserem Milo. Er rein ins Nebengehege, wir ins Kaninchengehege. Dort liefen ca. 10 Kaninchen in allen möglichen Größen frei umher. Milo lief an den Kaninchen vorbei zum nächsten Gehege, wo ein paar Elo®-Hunde bellten. Die fand er viel interessanter, als die Kaninchen.
Nach einiger Zeit haben wir Milo direkt ins Kaninchengehege geholt. Zunächst noch an der Leine, danach dann frei ohne Leine. Er ist vollkommen entspannt und ohne jedes Interesse zwischen den Kaninchen umher gelaufen (siehe Fotos). Heinz Szobries war, glaube ich, ziemlich beeindruckt. Er hat uns versichert, dass das ganz selten vorkommt, dass ein Hund so gar kein Interesse an den frei herumlaufenden Kaninchen zeigt wie unser Milo. Sogar bei seinen eigenen Hunden kann er nur mit 2 oder 3 Hunden frei ohne Leine ins Kaninchengehege gehen.
Nach einiger Zeit haben wir Milo direkt ins Kaninchengehege geholt. Zunächst noch an der Leine, danach dann frei ohne Leine. Er ist vollkommen entspannt und ohne jedes Interesse zwischen den Kaninchen umher gelaufen (siehe Fotos). Heinz Szobries war, glaube ich, ziemlich beeindruckt. Er hat uns versichert, dass das ganz selten vorkommt, dass ein Hund so gar kein Interesse an den frei herumlaufenden Kaninchen zeigt wie unser Milo. Sogar bei seinen eigenen Hunden kann er nur mit 2 oder 3 Hunden frei ohne Leine ins Kaninchengehege gehen. Danach ging es dann in den Garten, wo Milo angeleint wurde. Wir sind dann außer Sichtweite gegangen, so dass Milo ganz auf sich gestellt war. Herr Szobries kam dann mit einer Peitsche wieder, um zu testen, wie schreckhaft der Hund ist. Milo ist ganz cool stehen geblieben und hat Herrn Szobries nur angeschaut. Der nächste Test war eine bedrohliche Person. Milo hatte sich inzwischen ganz entspannt hingelegt, als Herr Szobries mit riesigem Hut, umgehängter Decke und Regenschirm tief gebückt auf ihn zukam. Trotz merkwürdiger Geräusche und Fußstampfen ist Milo liegengeblieben und hat den „fremden Mann“ beobachtet.
Laut Heinz Szobries hätte Milo bei der bedrohlichen Person ruhig mal bellen dürfen. Aber wir sind total stolz auf unseren kleinen Stinker!!! Er hat diese ganzen Tests super gemeistert, hat die Kaninchen total ignoriert und ist auch bei den übrigen Tests super cool geblieben. Da ja Herr Szobries keinen Hund aus seiner eigenen Zucht beurteilen kann, haben wir Milo vom Zucht- und Wesensrichter Jens Höfer prüfen lassen.
Nicht dass jetzt jemand denkt, Milo wäre eine absolute Schlaftablette. Er liebt es, mit anderen Hunden zu toben und zu rennen und er liebt Mäuschen! Wenn es beim Spaziergang irgendwo am Wegesrand raschelt, ist er zur Stelle und stopft seine Schnute mit Anlauf in jedes Mauseloch. Er lässt sich aber auch sofort wieder abrufen. Wir haben ihm beigebracht, zu tauschen. Wenn er die Maus in Ruhe lässt und zu uns kommt, dann bekommt er im Tausch ein Leckerchen. Das klappt fast immer. Ich brauche nur NEIN zu sagen, wenn er anfängt zu buddeln und schon kommt er.
Im Urlaub ist unser Milo sehr pflegeleicht. Man muss für ihn auch kein Körbchen oder Decken mitnehmen. Er legt sich, genau wie zu Hause, einfach auf den Teppich oder am liebsten auf kalte Fliesen (findet er besonders im Sommer sehr angenehm). Nicht dass ich ihm nicht ein wunderschönes neues Lederkörbchen gekauft hätte – aber er ignoriert es ganz einfach. Und unser Elo® ist ein Kindernarr. Wenn er irgendwo Kinderstimmen hört, kann man ihn kaum noch dazu bewegen, weiter zu gehen. Er möchte am liebsten jedem Kind guten Tag sagen. Da kann es schon passieren, dass wildfremde Kinder Küsschen bekommen oder die Hände abgeschleckt werden.
Mein Fazit:
Unser Elo® ist unser absoluter Traumhund!!!
Ich weiß natürlich auch, dass bestimmt jeder Hund seine „Macken“ hat (bei Milo suchen wir immer noch) und ich kann auch nur über unseren Hund berichten. Aber bei unserem Milo ist Heinz Szobries, der Begründer dieser noch recht jungen Hunderasse dem Idealbild eines Familienhundes unserer Meinung nach schon ziemlich nahe gekommen.
Und wenn Milo demnächst vielleicht mal als Deckrüde zum Einsatz kommt und nur 1 Welpe sich so toll entwickelt wie unser Schatz, dann hat sich das Abenteuer „Deckrüde“ schon gelohnt.